Auch ohne Steg vor dem Haus geht es weiter

Glück im Unglück: Wir haben auch noch Liegeplätze im Sportboothafen. Foto: har

Ein ziemlicher Schreck für die Verantwortlichen der MJK und ihrer Nachbarvereine: Von einem Tag auf den anderen sind Stege vor den Vereinen am Westufer gesperrt. Segelbetrieb mit Jollen ist nicht mehr möglich. Den Nachbarn, die Ruder- und Kanusport betreiben, geht es nicht besser. Die Stadt, die für die Sicherheit ihrer Wasserbauwerke verantwortlich ist, musste eine Notbremse ziehen. Denn die jährliche Prüfung der Stege unterhalb der Wasseroberfläche hatte einen Zustand offenbart, der akute Lebensgefahr für Benutzerinnen und Benutzer bedeutet und sofortiges Sperren der Anlagen unabwendbar machte.

Mit den Fakten muss man leben

Was folgte, waren viele Telefonate, hektischer Schriftverkehr und Sitzungen mit dem Sport- und Tiefbauamt mit allen Nachbarvereinen in den Räumen der RG „Germania“. Sportamt und Tiefbauamt mühten sich um Erklärungen und Aufklärung, Stadtmarketing und Camp beteiligten sich mit Vorschlägen und Unterstützungsangeboten. Stand jetzt ist allerdings, dass wir nicht in nächster Zeit mit Neubauten der Stege rechnen dürfen. Die Stadt hat nicht gerade volle Kassen zur Verfügung, und der Neubau eines Wasserbauwerks erfordert nicht nur viele Gutachten und Beteiligungen, sondern muss auch mit diversen Entscheidungsträgern von Kommune, Land und Bund abgesprochen werden. Es wird für die kommenden Jahre also auf Provisorien und Kompromisse hinauslaufen. In dieser Hinsicht sind die beteiligten Vereine aber sehr eng mit Sport- und Tiefbauamt in Verbindung. Und tatsächlich zeichnet sich auch für uns mit etwas Glück eine Lösung ab dem kommenden Jahr ab, die uns nicht sehr weh tut.

assasas

Erst einmal werden wir aber umdisponieren müssen. Die Nikolausregatta wird in diesem Dezember mit Sicherheit ausschließlich an Land stattfinden müssen. 2. Vorsitzender und Sportwart haben sich bereits ein Alternativprogramm ausgedacht, mit dem wir gut leben können. Ansonsten wird ab Ende kommender Woche auch so jede Passantin und jeder Passant sehen können, dass am Düsterbrooker Weg 38 ein Segelverein seine „Unterkunft“, wenn wir diesmal nicht nur „Aneesa“, „Fritjof“ und das große Motorschlauchboot an Land kranen, sondern auch unsere Yacht „Johanna“, die wir für die Winterarbeit direkt am Vereinsheim „parken“ werden. Das Kranen wird wie die Nikolausregatta unter dem Eindruck der Stegsperrung stattfinden müssen – sprich: Wir werden die Boote direkt an der Kaikante anlegen und hieven müssen. Der Steg, auf dem wir sonst immer alle Vorbereitungen dafür abarbeiten, steht eben auch da nicht mehr zur Verfügung.
Klaas

Der Steg für Jollen und Ruderboote ist dicht – und das leider zu Recht. Foto: mor

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