Endspurt für die kommende Saison

Mehrere Frauen und Männer arbeiten mit Werkzeugen an einer Werkbank.
Hier entstehen Rohlinge aus Holz für die Abdeckung sogenannter Runzeln eines Kutters. Foto: har

Die ersten Segelboote sind schon auf der Förde in Betrieb. Kleine Vereine wie unsere brauchen für das Fitmachen der Flotte immer ein bisschen länger – und deshalb wird an vielen Stellen in der MJK noch gewerkelt, damit im Mai auch unsere Boote wieder sicher auf dem Wasser unterwegs sein können.

Bennet weiß, wie Schäden professionell beseitigt werden: Hier schließt er
eine Öffnung, die da nicht hingehört. Foto: Nils

Da der überdachte Raum endlich ist, müssen etliche kleine Reparaturen und Verschönerungsarbeiten nacheinander bewerkstelligt werden. Die Holzteile an den beiden Kuttern verlangen nach Aufmerksamkeit; aber für die Lackierarbeiten müssen erst die passenden Temperaturen für die Verabeitung der Farben vorhanden sein. Gleiches gilt für alle Ausbesserungen am glasfaserverstärkten Kunststoff (GFK). Der Winter war lausig kalt. Wir merken es an der To-do-Liste.

Vor allem Holz bedarf der Pflege: Jörn streicht Duchten des Kutters „Fritjof“. Foto: har

Der eine oder andere Schaden braucht für seine Beseitigung zudem durch die vielen kleinen nötigen Schritte besonders viel Zeit. Ein Loch im Rumpf einer Jolle, bei der sowohl Holz als auch Kunststoff betroffen sind, lässt sich leider nicht im Handumdrehen schließen. Aber der „Floh“, um den es konkret geht, ist inzwischen wieder so professionell behandelt worden, dass es die Betrachterinnen und Betrachter nur staunen lässt. Gleiches gilt für den erneuerten Lukendeckel aus dem Kutter „Aneesa“, dessen Holzkern leider in der vergangenen Saison das Zeitliche gesegnet hatte. Schon bei „Fritjof“ hatten wir dieses Teil ausgiebig verstärken müssen. Nils hat bei „Aneesa“ sogar einen Komplett-Neuaufbau hingelegt.

Dieses Holz hat seine beste Zeit hinter sich. Nils entkernt eine Luke des Kutters „Aneesa“ und baut sie neu wieder auf. Foto: Schäle

Nun kommt hoffentlich bald auch das neue Kutter-Schwert, das bei dem Handwerksbetrieb unseres Vertrauens in Auftrag gegeben worden ist. Dann hat „Aneesa“ endlich eine Chance, vor dem Wind mit aufgeholtem Gewicht etwas schneller zu werden.

Aber auch die ersten Arbeiten für den nächsten Winter können wir bereits in unser Lastenheft schreiben. Bei der Albin Vega „Johanna“ besteht immer noch das Problem mit dem Einbaumotor, und das erinnert langsam an den legendären „Blutfleck“ aus der Oscar-Wilde-Geschichte „Das Gespenst von Canterville“. Aber darüber hinaus haben Malte und Marcel beim Aufarbeiten des Antifoulings festgestellt, dass das Unterwasserschiff nach der Saison komplett neu aufgebaut werden muss – und zwar möglichst in einer Halle. Das Problem werden wir auch lösen, wenn auch nicht in Kiel, weil hier am Ort passende Hallenplätze schon mit so langen Wartelisten versehen sind, dass sich das „Anstellen“ nicht einmal mehr lohnt. 😉
Klaas