
Am dritten Wettkampftag war schon morgens bei allen Beteiligten eine gehörige Portion Müdigkeit sichtbar. Viele Crews hatten am Vortag nach insgesamt sechs Wettfahrten nicht mehr damit gerechnet, dass nun noch einmal ein Start ansteht. Eine Mannschaft aus Berlin hatte ihren Kutter sogar schon komplett abgetakelt und verzichtete auf die letzte Runde auf dem Wasser. Aber die „Annesas“, „Fritjofs“ und „Pisaguas“ packten mit den anderen verbliebenen Crews tapfer die Segel aus und machten sich auf den Weg zum Startschiff.




Es ging in dieser Wettfahrt um nichts mehr. Die „Fritjof“-Crew ließ es deshalb auch ganz gemächlich angehen, auf der „Pisagua“ wurde ein Spinnaker zum Ausprobieren ausgepackt, der schmaler und höher geschnitten war als der bislang genutzte (Spoiler: Er zog dann tatsächlich besser als der andere); nur auf „Aneesa“ machte sich die Truppe ein bisschen Sorgen, ob die in den vergangenen Wettfahrten immer schlechter werdenden Segel in der verbleibenden Runde nicht versagten. Sie hielten. Aber nur gerade so.
Geschäftige Pause
Im Anschluss an die letzte Wettfahrt segelten „Aneesa“ und „Pisagua“ dann Richtung Düsternbrook in den Sportboothafen, „Fritjof“ kam nach einer kleinen Ehrenrunde hinterher. Den Stress mit dem Kranen des Braunschweiger Kutters wollten wir alle uns nicht machen, soll er in gut zwei Wochenenden beim Segelwochenende doch sowieso wieder nutzen. Klaas stellt so lange seinen eigenen Liegeplatz zur Verfügung, und so liegen nun drei ZK-10-Kutter im Hafen. Ein Bild, an das man sich gewöhnen könnte. Während die Kutter aus dem Stützpunkt gesegelt wurden, brach der Rest der Braunschweiger das Zeltlager ab und belud den mitgebrachten Klein-Lkw. Sven und Klaas hängten sich den Braunschweiger Kuttertrailer an den Wagen und stellten ihn für die Zeit bis zum Ende der Kieler Woche in einem Gewerbegebiet ab. Und schließlich machte sich eine gemischte Braunschweiger und Kieler Abordnung, traditionsgemäß mit drei Getränkekisten „bewaffnet“, in den Bootshafen auf, um im Namen der beiden Vereine dem dortigen Kutter-Team herzlich Danke zu sagen.
Auf Armeslänge an den Rest der Flotte heran
Die übrige Zeit bis zur Siegerehrung verging im Flug und in Gesprächen mit . und nun für die Zukunft ein paar wertvolle Tipps parat hatten. Die Abschlussveranstaltung barg dann nicht mehr viele Überraschungen, hatten doch alle Teams längst ihre Punkte gezählt, die Streicher abgezogen und mit den Mitbewerbern verglichen. Von Anfang an klar war, dass die MJ-Boote nicht mit den aufwändig ausgestatteten „Rennziegen“ der anderen Segelvereine mithalten können. So weit, so gut. In diesem Jahr kamen sie allerdings näher heran als früher, in einigen Wettfahrten auf Armeslänge. Die Arbeit an den Booten hat sich bezahlt gemacht. Die Plätze acht, neun und zehn waren zwar zu erwarten, spiegeln das Gezeigte aber nicht in Gänze. So viel Lob muss sein. In diesem Jahr bekommt „Aneesa“ die MJ-Möwe in der ZK-10-Klasse. Damit haben sich alle drei Marine-Jugend-Kutter, die hier antreten, auf dem Wanderpokal verewigt. In der Offenen Klasse ist nach der Marine-Jugend Wertheim, die in diesem Jahr in der INAT-Klasse startet, die Marine-Jugend Helmstedt dran, den Möwen-Pokal mit nach Haus zu nehmen. Vielleicht schaffen wir es ja, auch die Marine-Jugend Bremerhaven im nächsten Jahr nach Kiel zu locken. 😉 Und nun heißt es für uns: Nach der Kieler Woche ist vor der Kieler Woche. Denn Spaß hat es, da hatte Jörni völlig Recht, wirklich wieder gemacht.
har






































