{"id":4082,"date":"2021-11-14T12:46:06","date_gmt":"2021-11-14T11:46:06","guid":{"rendered":"https:\/\/wp.mj-kiel.de\/?p=4082"},"modified":"2021-11-14T12:47:32","modified_gmt":"2021-11-14T11:47:32","slug":"edles-holz-und-ganz-besonderes-handwerk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.marinejugend-kiel.de\/index.php\/2021\/11\/14\/edles-holz-und-ganz-besonderes-handwerk\/","title":{"rendered":"Edles Holz und ganz besonderes Handwerk"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/wp.mj-kiel.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/001-4-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4079\" srcset=\"https:\/\/www.marinejugend-kiel.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/001-4-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.marinejugend-kiel.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/001-4-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.marinejugend-kiel.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/001-4-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.marinejugend-kiel.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/001-4-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/www.marinejugend-kiel.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/001-4.jpg 1969w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Ein gelungener Ausflug von der Kieler an die Flensburger F\u00f6rde: Thomas Geburzky (7. von links) f\u00fchrte uns durch den Werftbetrieb von \u201eRobbe &amp; Berking\u201c. Foto: Fe<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es sind Namen wie \u201eNini Anker\u201c, \u201eSphinx\u201c und \u201eJenetta\u201c, die viele Seglerinnen und Segler von Bildern oder aus Geschichten kennen. Einige der ber\u00fchmten \u201e12er\u201c sind regelm\u00e4\u00dfig zu Besuch auf der Kieler F\u00f6rde; aber diese h\u00f6lzernen Segel-Legenden von ganz Nahem zu sehen, die H\u00f6lzer und Lacke zu riechen \u2013 und etwas mehr Hintergrund zu jedem Boot zu erfahren: Das ist schon etwas ganz Besonderes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Idee, beim Robbe &amp; Berking Yachting Heritage Centre in Flensburg anzuklopfen, war schon l\u00e4nger in unseren Hinterk\u00f6pfen gewesen. Denn bei Besuchen von Kunst- und Foto-Ausstellungen war manchmal ein gro\u00dfes Tor in eine benachbarte Werfthalle offen geblieben und ein kleiner Blick auf die dort abgestellten Sch\u00f6nheiten zu erhaschen gewesen. Aber die Pandemie-Lage hatte es nicht zugelassen, das Thema fr\u00fcher anzugehen. Nun war es endlich soweit. Und die vorsichtige Anfrage im Sp\u00e4tsommer bei Robbe &amp; Berking, ob vielleicht ein kleiner Segel- und Jugendverein aus Kiel mal durch die heiligen Hallen in Flensburg streunen d\u00fcrfte, wurde von dort umgehend positiv beantwortet \u2013 verbunden mit einem Tipp: \u201eAm besten machen wir den Termin ab November. Dann sind bei uns die Boote aus dem Wasser gekommen und in den Hallen im Winterlager und in der Werkstatt zu sehen.\u201c Ein Hinweis, den wir sehr gern annahmen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/wp.mj-kiel.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/002-5-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4080\" srcset=\"https:\/\/www.marinejugend-kiel.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/002-5-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.marinejugend-kiel.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/002-5-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.marinejugend-kiel.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/002-5-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.marinejugend-kiel.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/002-5-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/www.marinejugend-kiel.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/002-5.jpg 1969w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Thomas erz\u00e4hlt uns die ersten Hintergr\u00fcnde zur Entstehung des Heritage Centres. Foto: mor<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So trudelten wir also am Sonnabend mit einer Gruppe von knapp 20 Personen am Harniskai in Flensburg ein. Und dort wartete die n\u00e4chste gro\u00dfe \u00dcberraschung auf uns, als der von Robbe &amp; Berking angek\u00fcndigte \u201eerfahrene F\u00fchrer und begeisterte Segler, der ganz viel erz\u00e4hlen kann\u201c, zu uns stie\u00df. Wir kannten ihn n\u00e4mlich. Und zwar richtig gut: Vor uns stand Thomas Geburzky \u2013 bei der Marine-Jugend Braunschweig \u201egro\u00df geworden\u201c, jahrzehntelanger Organisator der Marinekutterregatta zur Kieler Woche und in der Tat auch ein erfahrener 12er-Skipper, der auf diesen Sch\u00f6nheiten viele tausend Seemeilen unter dem Kiel abgeritten hat.  Das \u201eHallo\u201c war entsprechend gro\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was dann folgte, war eine grandiose Lektion \u00fcber anderthalb Stunden: Wie entstand die ber\u00fchmte Zw\u00f6lfer-Formel? Was floss in die Berechnung mit ein? Welche Boote wurden nach welcher Variante gebaut? Wo kommt das Holz her? Wie wird es bearbeitet und gelagert? Wie entstehen die Holzmasten? Wie wird lackiert und geklebt? Dazu lieferte Thomas viele spannende Details zur Entstehung der Robbe&amp;Berking-Werft, Grenzerfahrungen mit und Anekdoten zu den 12ern. Aber besondere Eindr\u00fccke erlebte unsere Besuchergruppe nat\u00fcrlich, als wir dann vor jedem einzelnen dieser Boote standen und weitere Details zur Geschichte erhielten. Immer wieder begegnete uns auf dem Rundgang Oliver Berking selbst, der dann auch irgendwann nach unserer Herkunft fragte: \u201eSeid Ihr eine gro\u00dfe Familie?\u201c Eigentlich h\u00e4tten wir Ja sagen k\u00f6nnen, aber Janek und Finja erkl\u00e4rten schon den Hintergrund dieser \u201eMarine-Jugend-Familie\u201c.  Und in Folge fabulierten wir untereinander dar\u00fcber, ob es nicht sehr schick w\u00e4re, einen Kutter aus dieser Werft zu bekommen &#8230; Malte brachte uns alle auf den Boden der Tatsachen zur\u00fcck, als er anmerkte, dass wir dann bei Regatten immer absichtlich hinterher segeln m\u00fcssten, weil wir viel zu viel Angst h\u00e4tten, dass einem solchen Boot etwas passieren k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beim Abschlussgespr\u00e4ch unter vier aufgepallten 12ern stellte J\u00f6rn dann eine Frage an Thomas, \u00fcber die zun\u00e4chst alle lachten, bei der Antwort dann aber feststellten, dass es dazu gar keinen Grund gab. Denn J\u00f6rn wollte wissen, wie sich die 12er im Vergleich zu Marinekuttern segeln lassen, welches Gef\u00fchl man auf diesen Boote habe. Thomas sagte: das gleiche Gef\u00fchl. Denn die Segeleigenschaften seien \u2013 von Segelfl\u00e4che und Geschwindigkeit bestimmt mal abgesehen \u2013 sehr \u00e4hnlich. Er verwies dabei unter anderem auf die Eigenschaften des langen Kiels und die damit verbundenen Schwierigkeiten in der Wende. Wer jemals mit einem Kutter in der Wende pl\u00f6tzlich stehen geblieben ist, wei\u00df, was er meinte. \u201eWenn man beim 12er in der Wende das Vorsegel nicht exakt herumnimmt, l\u00e4uft er einfach weiter \u2013 nach dem Motto: Das wolltest du doch jetzt wohl gar nicht\u201c, erl\u00e4uterte Thomas.  Vielleicht war die Anmerkung ein kleiner Fehler unseres eloquenten F\u00fchrers; denn als wir wieder auf dem Parkplatz standen, erz\u00e4hlte die kleine Truppe nicht nur von einem Robbe &amp; Berking-Kutter, sondern davon, selbst an Bord eines 12ers mitfahren zu d\u00fcrfen. Wenn Thomas und das Robbe &amp; Berking-Team beabsichtigt haben sollten, uns einen Segel-Traum f\u00fcr die kommende Winterzeit einzupflanzen, ist ihnen das jedenfalls rundum gelungen.  Und so k\u00f6nnen wir mit leuchtenden Augen und feuchten H\u00e4nden nur ganz einfach Danke sagen f\u00fcr diesen wundersch\u00f6nen Vormittag in Flensburg!<br><em>Klaas<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es sind Namen wie \u201eNini Anker\u201c, \u201eSphinx\u201c und \u201eJenetta\u201c, die viele Seglerinnen und Segler von Bildern oder aus Geschichten kennen. 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