{"id":3813,"date":"2020-09-07T20:58:03","date_gmt":"2020-09-07T18:58:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.marinejugend-kiel.de\/?p=1883"},"modified":"2020-09-07T20:58:03","modified_gmt":"2020-09-07T18:58:03","slug":"tag-x-1-oder-trainieren-auf-friedhilde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.marinejugend-kiel.de\/index.php\/2020\/09\/07\/tag-x-1-oder-trainieren-auf-friedhilde\/","title":{"rendered":"Tag X-1 oder: Trainieren auf \u201eFriedhilde\u201c"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wp.mj-kiel.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/0002-1024x681.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1879\"\/><figcaption>Der Kutter K-10 kommt auf Gegenkurs, und die Steuerfrau h\u00e4lt das Boot ununterbrochen im Blick. Foto: Klaas<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Leichte Anspannung vor dem Marinest\u00fctzpunkt? Weit gefehlt. Die Kuttercrew f\u00fcr den ersten Tag der \u201eRegatta auf Marinekuttern\u201c macht einen zutiefst entspannten Eindruck. Alle sind p\u00fcnktlich da: Liv, Tinka, Arne, Constantin, Ole, Kai, Stephan und Klaas. Stephan f\u00e4hrt den \u201eVerpflegungswagen\u201c in den St\u00fctzpunkt, gef\u00fcllt mit Schwimmwesten, Ersatzteilen und vielen Leckereien f\u00fcr die Mittagspause. Die Formalien an der Wache allerdings brauchen ihre Zeit. Die Besatzungen f\u00fcr die Regatta werden am Tor abgeholt und geschlossen zum Segler-Bereich gebracht. So verbringen wir erstmal 20 Minuten in der Morgensonne und warten auf unseren \u201eHirten\u201c. Der stellt sich als Chef-Schiedsrichter der Wettk\u00e4mpfe heraus und bringt uns nicht nur zu unserem, eigens f\u00fcr jede Mannschaft aufgestellten Zelt, sondern erl\u00e4utert uns zudem gleich die linken und rechten Grenzen dieser Wettk\u00e4mpfe.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wp.mj-kiel.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/0001-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1878\"\/><figcaption>Nein, Arne f\u00e4llt nicht vor Langeweile gleich um. Die stundenlange Segelei auf dem Kutter ist tats\u00e4chlich ziemlich anstrengend. Foto: Klaas<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem wir uns eingerichtet haben, jede und jeder ihr\/sein kleines Armb\u00e4ndchen angelegt hat, das uns als Regattateilnehmer ausweist, gehen wir zum Bootshafen, um unseren Kutter f\u00fcr diesen Tag in Empfang zu nehmen. Aber: Pustekuchen. Die Listen mit den zugelosten Kuttern sind dort noch nicht angekommen; also warten wir erstmal wieder ein Viertelst\u00fcndchen. Dann aber geht alles fix. Die zust\u00e4ndigen Marinesoldaten weisen uns ein Boot zu, lassen uns f\u00fcr die \u00dcbernahme unterschreiben \u2013 und behalten uns vorsichtshalber im Auge, um eingreifen zu k\u00f6nnen, wenn wir das mit dem Auftakeln nicht hinbekommen. Und in der Tat unterscheiden sich die Marinekutter ziemlich deutlich von unserem gewohnten kleinen ZK-10-Kutter \u201eFritjof\u201c. Kai und Klaas haben die Marinevariante in der Vergangenheit allerdings schon gesegelt. Und so wird eine Spiere nach der anderen in den entsprechenden Haken geh\u00e4ngt, die Geitaue  werden befestigt, Schoten und Strecker angeschlagen, das Ruderblatt wird eingeh\u00e4ngt. Nach einer guten halben Stunde legen wir von der Mole zum Trainieren ab. Die erste Wettfahrt ist ja auch erst morgen Fr\u00fch angesetzt. \u00dcber dieses erste Ablegeman\u00f6ver unter Riemen breiten wir hier mal lieber err\u00f6tendes Schweigen. Aber wir setzen den uns anvertrauten Kutter \u201eK-9\u201c nicht auf die Steine, kommen unter den Blicken mit hochgezogenen Augenbrauen ins Hafenbecken und sehen zu, dass wir wegkommen &#8230;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wp.mj-kiel.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/0003-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1880\"\/><figcaption>\u201eSiehst Du den Kasten dort?\u201c \u201eKlar, aber auch nur ein Segler, und wir sind auf Backbordbug.\u201c \u201eAch so.\u201c Wir werden beim Umfahren dieser Bark dann aber doch nicht versenkt&#8230; Foto: Klaas<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir gew\u00f6hnen uns schnell an unseren neuen fahrbaren Untersatz. Er ist super gepflegt. Die Geschichte mit dem Schiften der Spieren in den Wenden und Halsen funktioniert erstaunlich gut. Und wenn das Riesenschiff erstmal Tritt gefasst hat, ist es auch richtig schnell. Bei leichtem Wind kommen wir immer wieder an die sechs Knoten heran. Wenden, Wenden, Wenden, Halsen \u2013 bis Steuerfrau Liv mit drohendem Unterton fragt, wann es denn Mittagessen gibt, scheuchen wir \u201eK-9\u201c auf der F\u00f6rde hin und her. Und nachdem auch sechs, sieben weitere Kutter zum Training auf der F\u00f6rde erschienen sind, stellen wir fest, dass unser Boot bei weitem nicht das Langsamste zu sein scheint.  Wir beginnen damit zu spekulieren, ob sich solch ein Kutter nicht auch im Fuhrpark der Marine-Jugend Kieler F\u00f6rde gut machte. Einhellige Zustimmung. Und als ob wir \u00fcberhaupt daran denken k\u00f6nnten, \u201eK-9\u201c einfach mitzunehmen (Kai hatte doch unterschrieben, oder?), denkt sich die Crew schon Namen f\u00fcr den Kutter aus. Die Steuerfrau verlangt eine weibliche Benennung und schl\u00e4gt gleich in Anlehnung an unseren wirklich eigenen Kutter die Bezeichnung \u201eFriedhilde\u201c vor. Bessere Ideen folgen vor dem Mittagessen nicht mehr. Kais Vorschlag \u201eFritteuse\u201c wird jedenfalls nicht weiter verfolgt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wp.mj-kiel.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/0004-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1881\"\/><figcaption>Stephan schneidet auf: Die selbst gemachten Leckereien s\u00e4ttigen die Crew derma\u00dfen, dass nach dem Geschnatter an Bord hier nach einigen Minuten eher \u201egefr\u00e4\u00dfiges Schweigen\u201c zu vernehmen ist. Die Goldene Kochm\u00fctze geht jedenfalls an unseren Kassenwart! Foto: Klaas<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem Essen geht es noch einmal auf unseren \u201eK-9\u201c. Gut anderthalb Stunden lang versuchen wir einen Kurs abzufahren, den die Marine zwischenzeitlich auf der F\u00f6rde ausgelegt hat. Gegen 14.15 Uhr nehmen wir wieder Kurs auf den Marinest\u00fctzpunkt, um das Boot aufzuklaren und ordentlich aufger\u00e4umt und von allen Kr\u00fcmeln der legend\u00e4ren \u201eMan\u00f6verkekse\u201c befreit, an die Crew des Bootshafens zur\u00fcckzugeben. Leider ist die Chance gering, am n\u00e4chsten Tag erneut bei \u201eK-9 Friedhilde\u201c einsteigen zu k\u00f6nnen. An jedem Wettfahrttag werden die Boote neu ausgelost. Aber wer wei\u00df? Vielleicht haben wir ja Gl\u00fcck. Das Wetter am ersten Wettfahrttag soll jedenfalls nicht so sch\u00f6n werden wie im Training. Aber die Crew schaut sehr optimistisch auf die kommende Regatta.<br>Klaas<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.marinejugend-kiel.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/0005-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1882\"\/><figcaption>Etliche Kutter sind zum Training unterwegs. Und wir stellen fest, dass unser \u201eK-9\u201c sich heute nicht zu verstecken braucht. Foto: Klaas<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leichte Anspannung vor dem Marinest\u00fctzpunkt? Weit gefehlt. Die Kuttercrew f\u00fcr den ersten Tag der \u201eRegatta auf Marinekuttern\u201c macht einen zutiefst entspannten Eindruck. Alle sind p\u00fcnktlich da: Liv, Tinka, Arne, Constantin, Ole, Kai, Stephan und Klaas. Stephan f\u00e4hrt den \u201eVerpflegungswagen\u201c in den St\u00fctzpunkt, gef\u00fcllt mit Schwimmwesten, Ersatzteilen und vielen Leckereien f\u00fcr die Mittagspause. 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