{"id":3805,"date":"2020-08-22T22:03:30","date_gmt":"2020-08-22T20:03:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.marinejugend-kiel.de\/?p=1802"},"modified":"2020-08-22T22:03:30","modified_gmt":"2020-08-22T20:03:30","slug":"neue-segel-und-richtig-viel-arbeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.marinejugend-kiel.de\/index.php\/2020\/08\/22\/neue-segel-und-richtig-viel-arbeit\/","title":{"rendered":"Neue Segel und richtig viel Arbeit"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wp.mj-kiel.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Mirco.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1803\"\/><figcaption>Erstes Ablegen unter neuen Segeln: Die Stimmung an Bord ist etwas angespannt &#8230; Foto: Mirco<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was tun, wenn ein richtiger Gruppennachmittag mit Optimisten- und Jollen-Anteil durchgeplant ist, die Anmeldezahlen stimmen, der Sonnenschein vorhanden ist \u2013 aber die Windvorhersage zwischen f\u00fcnf und sieben Beaufort schwankt? Naja, umplanen halt, auch wenn damit die Erwartungen einiger junger Teilnehmerinnen und Teilnehmer f\u00fcr diesen Tag leider nicht erf\u00fcllt werden k\u00f6nnen. Zu tun ist schlie\u00dflich immer etwas. Heute auch: Gemeinsam mit Ole, Mirco und Michel krempelten Janek, Malte und Guido die \u00c4rmel hoch und begannen mit Dingen, die sonst vorrangig in der Winterzeit abgearbeitet werden: der Pr\u00fcfung von Arbeiten an Booten, die wieder zum Einsatz kommen  sollen. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wp.mj-kiel.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/K3__5518-1024x681.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1805\" width=\"674\" height=\"448\"\/><figcaption>Hier hilft nur noch Nitro-Verd\u00fcnnung: Janek befreit Masten von Kleber\u00fcckst\u00e4nden. In der Vergangenheit waren bei einigen Booten recht wilde Konstruktionen ausgedacht worden, um Verklicker zu befestigen. Foto: har<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wp.mj-kiel.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/K3__5560-681x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1811\"\/><figcaption>Malte bastelt neue Mastsicherungen und testet anschlie\u00dfend gewissenhaft, ob die auch so funktionieren, wie er sich das vorgestellt hat. Foto: har<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wp.mj-kiel.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/K3__5606-1024x681.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1812\"\/><figcaption>Der Herr der Werkstatt: Guido hakt Arbeitslisten Punkt f\u00fcr Punkt ab, damit in den kommenden Wochen schadhafte Boote sinnvoll instand gesetzt werden k\u00f6nnen. Foto: har<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Janek und Malte legten dann auch gleich massiv Hand an: Eine Optimist-Jolle nach der anderen wurde ins Freie gezogen und einer gr\u00fcndlichen Inspektion  unterzogen, kleinere Sch\u00e4den am Rigg gleich ausgebessert. Bei mehreren Booten h\u00e4tte ein Gutachter nach der Aufnahme wahrscheinlich den wirtschaftlichen Totalschaden festgestellt; bei uns werden dagegen mit leicht hochgezogenen Augenbrauen die Sch\u00e4den aufgelistet und gleich die n\u00e4chsten Arbeitsschritte geplant. Schadhafte Mastduchtringe, Duchten, die sich in Wohlgefallen aufl\u00f6sen, schadhafte Auftriebsk\u00f6rper, da bleibt f\u00fcr die kommende Zeit genug zu tun. Die gute Nachricht: Die beiden \u201eInspekteure\u201c fanden auch genug \u201eOptis\u201c in gutem Zustand, um den weiteren \u00dcbungsbetrieb aufrechtzuerhalten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wp.mj-kiel.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/K3__5607-681x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1813\"\/><figcaption>Die Guten ins T\u00f6pfchen, die Schlechten &#8230; in den Werkstatt-Bereich: Janek und Stefan sortieren den Optimisten-Bestand in der Bootshalle. Foto: har<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Guido schaute sich derweil die gr\u00f6\u00dferen Boote und deren Instandsetzungs-Bedarf an. Listen mit den Gewerken wurden an die Boote geklebt und auch hier zumindest grobe Pl\u00e4ne f\u00fcr die kommenden Wochen gemacht. Wenn die Jollen, die zurzeit im \u00dcbungsbetrieb eingesetzt werden, in der kommenden Wintersaison ihre \u00dcberholung verlangen, soll da m\u00f6glichst nichts mehr im Wege stehen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wp.mj-kiel.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/K3__5552-681x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1810\"\/><figcaption>Beim Anschlagen der neuen Segel darf der Kutter halbwegs frei im Wind liegen. Foto: har<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber wenn wir schon mal am Arbeiten sind, kann ja auch etwas Positives in Angriff genommen werden. Vor rund vier Wochen hatte die zweite Vorsitzenden Tina die neuen Segel f\u00fcr unseren ZK-10-Kutter \u201eFritjof\u201c von einem darauf spezialisierten Segelmacher aus Mecklenburg abgeholt. Windst\u00e4rke f\u00fcnf und ein bisschen mehr ist nichts, was einen Kutter unbedingt beeintr\u00e4chtigen muss. Also wurde der von seinem Liegeplatz an den Vereinssteg gesegelt. Und Stephan, Dieter, Liv, Kai, Jan und Cathrine nahmen dort erstmal die alte Segel-Garderobe ab. Sorgf\u00e4ltig wurden die alten, sehr sehr alten Segel in ihre S\u00e4cke gepackt und zum Vereinsheim getragen. Auf dem R\u00fcckweg kamen dann die brandneuen Segel mit ihren frischen Vermessungsstempeln zum Kutter.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.marinejugend-kiel.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/IMG_20200822_165606_6-732x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1819\"\/><figcaption>Die neue Fock ist angeschlagen. Da knistert, blinkt und blitzt noch wirklich alles. Foto: har<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit Respekt und mehr Vorsicht als sonst wurden die neuen T\u00fccher nacheinander angeschlagen. Und schon da stellten wir fest, dass die knisternden Segel schon so gut standen, dass einige Trimm-Verrenkungen, die wir mit den alten T\u00fcchern jedesmal hatten absolvieren m\u00fcssen, zun\u00e4chst \u00fcberfl\u00fcssig sein werden. Andererseits nervte uns beim Setzen der Segel die kleinste Falte. Und die ganze Aktion dauerte auch wesentlich l\u00e4nger, als wir es vom routinem\u00e4\u00dfigen Anschlagen der alten Segel gewohnt waren. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wp.mj-kiel.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/K3__5527-681x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1808\"\/><figcaption>Einf\u00e4deln der Reihleine am Gro\u00dfsegel: Die darf weder zu weit sein, noch darf sie zu eng anliegen. Foto: har<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem die Garderobe bereit war, fehlte nur noch die Jungfernfahrt zur\u00fcck zum Liegeplatz. Mit kleinen Umwegen selbstverst\u00e4ndlich \u2013 wir wollten schlie\u00dflich wissen, was die Segel so hermachen. Die Windst\u00e4rken waren ja schon erw\u00e4hnt worden. In diesem Zusammenhang wollten wir kein Risiko eingehen und legten folglich nur unter Vorsegel und Besan vom Vereinssteg ab. Was soll man sagen? \u201eFritjof\u201c bewegte sich \u00fcber das Wasser, als h\u00e4tte er einen Turbolader abbekommen.  Nur unter den beiden kleineren Segeln fegte der doch eher beh\u00e4bige Kutter mit 6,6 Knoten \u00fcber die F\u00f6rde. Das Gro\u00dfsegel lie\u00dfen wir daraufhin bis zum Schluss lieber weg. Recht schnell kam der Kutter auch zu seinem Liegeplatz. Zum ersten Mal wurden die neuen Segel aufgetucht. Kais Hinweis, auch das Zusammenlegen besser anders zu gestalten als bisher, nahmen wir dankbar auf. Und so wurden die neuen T\u00fccher nicht mehr zwischen B\u00e4umen und Gaffeln gefaltet, sondern neben den H\u00f6lzern in gro\u00dfz\u00fcgigen Taschen aufgerollt. Staunend und zufrieden standen wir anschlie\u00dfend auf dem Steg neben unserem Gef\u00e4hrt \u2013 voller Vorfreude auf die n\u00e4chste Fahrt, dann m\u00f6glichst unter vollen Segeln. <br><em>Klaas<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wp.mj-kiel.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/K3__5539-681x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1809\" width=\"674\" height=\"1013\"\/><figcaption>Das Gro\u00dfsegel ist das komplizierteste Segel. Wenn das steht, geht alles andere etwas leichter. Foto: har<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wp.mj-kiel.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/K3__5525-1024x668.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1807\"\/><figcaption>Michel und Ole passen auf die Vorleine des Kutters auf, damit \u201eFritjof\u201c nicht von dannen zieht. Foto: har<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was tun, wenn ein richtiger Gruppennachmittag mit Optimisten- und Jollen-Anteil durchgeplant ist, die Anmeldezahlen stimmen, der Sonnenschein vorhanden ist \u2013 aber die Windvorhersage zwischen f\u00fcnf und sieben Beaufort schwankt? Naja, umplanen halt, auch wenn damit die Erwartungen einiger junger Teilnehmerinnen und Teilnehmer f\u00fcr diesen Tag leider nicht erf\u00fcllt werden k\u00f6nnen. 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