{"id":3756,"date":"2020-05-31T14:47:40","date_gmt":"2020-05-31T12:47:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.marinejugend-kiel.de\/?p=1103"},"modified":"2020-05-31T14:47:40","modified_gmt":"2020-05-31T12:47:40","slug":"nicht-jedes-haustier-ist-willkommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.marinejugend-kiel.de\/index.php\/2020\/05\/31\/nicht-jedes-haustier-ist-willkommen\/","title":{"rendered":"Nicht jedes Haustier ist willkommen &#8230;"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.marinejugend-kiel.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/No7-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1097\"\/><figcaption>Tausch: Die Opti-Gruppe hat ihre Runde auf der F\u00f6rde hinter sich. Nun sind die gr\u00f6\u00dferen Jollen an der Reihe. Foto: cat<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es k\u00f6nnte sich ja so etwas wie Routine einstellen, selbst unter den Bedingungen, die die Corona-Epidemie den Wassersportlern im Alltag aufzwingt &#8230; aber nein, bei der Marine-Jugend in Kiel bleibt es jede Woche aufs  Neue spannend. Mit zeitlichem Vorlauf hatten sich diverse Betreuer Stunden vor Beginn des Segelnachmittages am Marineheim eingefunden, um die beiden Gruppen an diesem Tag vorzubereiten. Optimisten wurden auferiggt, ein \u201eFloh\u201c, ein \u201eLaser\u201c. Die beiden Schlauchboote schaukelten am Steg. Die Kinder und Jugendlichen, die an diesem Tag eingeteilt waren, trafen p\u00fcnktlich ein. Aber es kam etwas dazwischen, das absolut nichts mit Sport zu tun hatte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Bei\u00dfender Geruch im Vereinsheim<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bereits einige Tage zuvor hatte sich nach und nach ein immer bei\u00dfenderer Geruch in den R\u00e4umen des Vereinsheims ausgebreitet, der zun\u00e4chst nicht richtig einzuordnen und auch nicht mit kr\u00e4ftigem L\u00fcften zu beseitigen war. Innerhalb einer Woche entwickelte sich der \u201eHoutgout\u201c von \u201eW\u00e4sche, die in die Waschmaschine muss\u201c \u00fcber \u201elange vergessenes Wurstbrot\u201c zu \u201eFall f\u00fcr Tatortreiniger\u201c. Die durch die Pandemie-Bestimmungen weitgehende Sperrung der R\u00e4umlichkeiten hatte zudem dazu gef\u00fchrt, dass kaum noch jemand da war, der diese Entwicklung h\u00e4tte intensiv verfolgen k\u00f6nnen. W\u00e4hrend die \u00fcbrige Crew sich um die Segelvorbereitungen k\u00fcmmerte, r\u00fcsteten sich Stefan und Klaas, begleitet von Cathrine (ja, es gibt Bilder, aber die wollt Ihr nicht sehen), mit Gummihandschuhen, Masken, japanischem Heilpflanzen\u00f6l unter den Nasen und weiteren Ger\u00e4tschaften aus \u2013 und machten sich auf die Suche. Sie wurden schnell f\u00fcndig: In einem Regal unter der Decke in der Jungenumkleide hatten sich zwei Ratten zwischen Persenningen und Pavillon-Planen zum Sterben verkrochen. Es dauerte l\u00e4ngere Zeit, diese Spuren zu beseitigen. Und danach waren unsere M\u00fcll-Container voll. Kanalarbeiten in der N\u00e4he hatten die flinken Tiere in die Flucht geschlagen. Die N\u00e4he zum Wasser hat halt nicht nur Vorteile. Nun dr\u00fccken wir die Daumen, dass diese Arbeiten bald ihr Ende finden. Bis dahin werden wir wohl oder \u00fcbel regelm\u00e4\u00dfige Patrouillen durch unsere R\u00e4ume laufen m\u00fcssen &#8230;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.marinejugend-kiel.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/No4-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1094\"\/><figcaption>Formationsfahren leicht gemacht &#8230; Gleich kommt noch ein vierter Opti dazu. Foto: cat<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die erste Segel-Gruppe kam dennoch einigerma\u00dfen p\u00fcnktlich auf das Wasser: Vier \u201eOptimisten\u201c durften eine gute Stunde wieder die grundlegenden Man\u00f6ver \u00fcben, dazu Fahren in Formation. Bei gutem Wind ging diese Zeit wie im Flug vorbei. Und als die Segler nacheinander ins Vereinsheim zum Umziehen gingen, roch es dort auch wieder ein bisschen besser &#8230;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.marinejugend-kiel.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/No8-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1098\"\/><figcaption>Pauls erster Ausflug in einer \u201eLaser\u201c-Jolle \u2013 Premiere gelungen. Foto: cat<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit ein paar Minuten Versp\u00e4tung ging dann  die zweite Gruppe mit den gr\u00f6\u00dferen Jollen an den Start. Paul hatte sich einen ersten Ausflug im \u201eLaser\u201c vorgenommen, bei Sonne und Windst\u00e4rke 4 genau die richtigen Bedingungen, um dieses Boot ein wenig kennenzulernen. Nach einigen Schl\u00e4gen unter enger Aufsicht vom Motorboot aus konnte er die fixe Jolle schon laufen lassen.  <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.marinejugend-kiel.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/No11-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1101\"\/><figcaption>Sina passt auf den gekenterten \u201eFloh\u201c auf \u2013 dass sich die Kiste in dieser Situation befindet, ist nicht Schuld der Crew &#8230; Foto: cat<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht ganz so viel Gl\u00fcck hatten gleichzeitig Sina und Louisa mit ihrem \u201eFloh\u201c. In einer Wende ging die gro\u00dfe kantige Jolle \u00fcber Seite. Und das hatte nicht an den Segelk\u00fcnsten ihrer Besatzung gelegen, sondern an einer Nachl\u00e4ssigkeit bei der Vorbereitung des Bootes. Wie andere Jollen hat auch der \u201eFloh\u201c einen Stopfen, der die Auftriebsk\u00f6rper des Bootes verschlie\u00dft. Zum Entl\u00fcften an Land wird dieser winzige Verschluss herausgedreht. Im Wasser hat er nat\u00fcrlich fest an seiner Stelle zu sitzen \u2013 in diesem Falle tat er es nicht. Und so lief der \u201eFloh\u201c unweigerlich beim Segeln voll, zun\u00e4chst unbemerkt von seiner Crew. Auf der dem Vereinsheim abgewandten Seite der Kieler F\u00f6rde war dann eben Schluss. Das Boot kenterte nicht nur; es streckte auch nur noch seinen Bug aus dem Wasser. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.marinejugend-kiel.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/No9-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1099\"\/><figcaption>Segeln in die Sonne: So macht Kieler F\u00f6rde richtig Spa\u00df. Foto: cat<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was dann folgte, war seglerische Ruhe: Das gekenterte Boot wurde so gedreht, dass es von einem Motorboot aus m\u00f6glich war, den Mast an der Wasseroberfl\u00e4che zu halten. Dann wechselte Louisa aus dem Wasser in ein Schlauchboot; der \u201eFloh\u201c wurde in den Wind gedreht und mit Schwung aufgerichtet. Sina nahm am Mastfu\u00df Platz, zog auch noch auf der kippeligen Angelegenheit das Schwert. Und mit dem gr\u00f6\u00dferen Motorboot nahmen wir den Havaristen an die Schleppleine. Als beim Schleppen klar wurde, dass das Ruder des \u201eFlohs\u201c durch sein Hin- und Herschlagen nicht gerade zum Fortkommen beitrug, musste das auch noch abmontiert werden. Eine gute Viertelstunde sp\u00e4ter war der geflutete \u201eFloh\u201c dank Sinas gutem Gleichgewichtssinn wieder am Steg. Es dauerte allerdings deutlich l\u00e4nger, das aufgenommene Wasser \u00fcber den offenen Stopfen wieder in die F\u00f6rde zur\u00fcckflie\u00dfen zu lassen. Dieser Fehler wird wahrscheinlich so schnell nicht noch einmal passieren \u2013 zumindest nicht denen, die an diesem Segeltag dabei waren.  Das Aufklaren und S\u00e4ubern der genutzten Boote ging dann fl\u00fcssig von der Hand. Und m\u00fcde gesegelt trotteten der Eine oder die Andere anschlie\u00dfend vom Platz. \ud83d\ude09 <br><em>Klaas<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es k\u00f6nnte sich ja so etwas wie Routine einstellen, selbst unter den Bedingungen, die die Corona-Epidemie den Wassersportlern im Alltag aufzwingt &#8230; aber nein, bei der Marine-Jugend in Kiel bleibt es jede Woche aufs Neue spannend. 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