Winterarbeit – Kutterpflege in kleinem Kreis

Hier noch ein Keil darunter, dort noch eine Matte davor: Jörn, Stephan und Dennis bauen vorsichtig das schwere Schwert aus dem Kutter „Fritjof“ aus. Foto: har

Die Omikron-Welle rollt und rollt. Und damit ist der erforderliche „Werft-Betrieb“ der Winterarbeit auch diesmal nicht in gewohnter Weise umzusetzen. Kutter „Fritjof“, der vor allem eine Ruhepause in trockener Umgebung benötigt, lagert in unserer kleinen Bootshalle. Stephan und Jörn haben angesichts der begrenzten Möglichkeiten die Arbeiten am Kutter auf das Nötigste begrenzt, um ihn sicher und einigermaßen optisch ansprechend wieder zu Wasser lassen zu können.

Da isses … Nun ist „Fritjof“ ein paar Pfunde leichter. Antifouling geschliffen wird allerdings nicht in der kleinen Bootshalle. Foto: har

Zum Glück ist im vergangenen Winter schon Einiges vorgearbeitet worden, was in dieser Arbeits-Phase vernachlässigt werden kann. Aber es gibt Gewerke, die abgearbeitet sein wollen – alle Holzteile wollen geschliffen und lackiert werden; die Metallbeschläge haben wie immer in der Salzluft so gelitten, dass auch hier kräftig geschrubbt werden muss. Und auch die Elektrik hat ein bisschen Aufmerksamkeit verdient. Da war doch diese Begegnung mit den freundlichen Wasserschutzpolizisten in der Dunkelheit, die sich zwar über die grüne und rote Laterne an „Fritjofs“ Flanken erfreut zeigten – aber zu Recht wissen wollten, was denn eigentlich mit der weißen Hecklaterne los sei … Und auch die Bilge lässt sich elektrisch leichter lenzen. Und es gibt die coolen Lautsprecher im Boot, die wieder in Funktion gesetzt werden müssen. Dann ist da noch ein gedichteter Riss in einer Kiste zu schleifen. Und schließlich ist ein kleines Malheur im vergangenen Winter passiert, als zwei Kistendeckel aus Versehen mit der falschen Farbe gestrichen wurden, die nun natürlich großflächig wieder abblättert.

Die Leiste aus der Vorpiek trägt normalerweise ein Brett, auf dem Segel etc. gestaut werden können. Die „rostfreien“ Schrauben sind nach langjährigem Genuss von Salz- und Süßwasser nur noch braune Brösel, die ausgebohrt werden mussten. Foto: har

Weil es einfach dran war, haben Stephan, Jörn und Dennis zwischenzeitlich schon das Schwert aus dem Kutter abgesenkt und ausgebaut. Bolzen und Drähte sind kontrolliert und für gut befunden. Nun fehlt ein trockener Tag, an dem die ganze Fläche geschliffen und anschließend wieder gestrichen werden kann. Dann folgt das größere Abenteuer: die riesige Stahlplatte wieder einzubauen. Aber alles in allem ist der Umfang der Arbeiten geringer als zunächst befürchtet. Und das ist ein dickes Plus für den Zeitplan. Denn der Kutter muss aus der Halle ja auch bald wieder raus, damit das halbe Dutzend Jollen, das eine Überarbeitung ebenfalls nötig hat, vor die Werkbänke geschoben werden kann.
Klaas

Schleifen muss manchmal von Hand sein: Stephan bearbeitet den Schwert-Tisch, auf dem die massiven Holzteller für die Winschen befestigt sind. Foto: har

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