Über den Tellerrand zu den anderen Vereinen schauen

Allgemeinwissen im Mannschafts-Wettkampf abgefragt – Jungen gegen Mädchen. Und die Jungen haben einen hervorragenden zweiten Platz gemacht … Screenshot: har

Die Tage werden länger, und in Schleswig-Holstein gelten ab diesem Montag einige Lockerungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Das betrifft natürlich alle Vereine; wir werden aber weiter in allen Belangen extreme Vorsicht walten lassen und sind im allgemeinen Betrieb ja auch ganz gut aufgestellt. Beispiel: Gruppennachmittag – Dass man trockenes Allgemeinwissen anschaulich und unterhaltsam verpacken kann, zeigte sich auch an diesem Wochenende. Fakten um unseren Sport, den Verein, die Stadt Kiel und andere Rubriken ließen Finja und Janek im Wettkampfmodus beantworten. Zufälligerweise bildeten sich je eine Mädchen- und eine Jungen-Mannschaft. Erstere behielten übrigens die Nasen im Endergebnis vorn. Aber auch die Jungen schlugen sich ganz tapfer. 😉 Im „Hintergrund“ arbeiteten fleißige „Werktätige“ in der Bootshalle. Vormittags hatten sich Bootswart Guido und Jugendsprecher Malte mehrere „Optimisten“ vorgenommen. Die Nachmittagsschicht übernahmen Kassenwart Stephan und Jugendwart Jörn. Die beiden verteilten Lack mit weit ausholenden Pinselschwüngen auf Kutter-Teilen. Wer wollte, konnte live dabei sein. Denn Stephan hatte seinen Laptop in der Bootshalle aufgebaut.

Nach der Theorie folgt immer die Praxis, wenn auch am Bildschirm. Immerhin stehen demnächst die eine oder andere Regatta im eSailing ins Haus. Screenshot: har

Da taktisches Können und Fingerfertigkeit für kommende eSailing-Regatten geübt werden müssen, rundete an diesem Nachmittag eine Reihe entsprechender Wettfahrten am Bildschirm die Gruppenstunde ab. Mit etwas Glück bekommen wir auch noch mehr Teilnehmerinnen und Teilnehmer für solche Veranstaltungen. Denn der Laboer Regatta Verein (LRV) hat sich mit der Frage an uns gewandt, ob die Marine-Jugend diese Art des eSailings auch betreibt … Ehrensache, dass sich Finja umgehend mit dem Jugendwart aus Laboe in Verbindung gesetzt hat, um die Möglichkeiten der Zusammenarbeit auszuloten.

Online-Treffen der Kieler Segelvereine

Die Anfrage kam übrigens nicht einfach aus dem luftleeren Raum: Einige Tage zuvor hatten sich Vertreter etlicher Segelvereine rings um die Kieler Förde online getroffen – einerseits, um sich überhaupt einmal kennenzulernen, andererseits, um auszuloten, ob es vielleicht Interesse an Kooperationen gibt. Das hätte man vielleicht schon viel früher machen können, aber es war die Jugendwartin des Strander Yacht Clubs, Birte Hiller, die dankenswerterweise diesen Stein ins Wasser warf. Viele gute Anregungen wurden ausgetauscht, und es war spannend zu sehen, mit welchen Schwerpunkten – aber auch mit welchen Sorgen – die einzelnen Vereine an der Förde umgehen (müssen). Auf jeden Fall stehen einige spannende Ideen im Raum, mit denen wir uns befassen werden: Dazu gehört die Einladung zur so genannten „Opti-Liga“, in der gecoacht werden darf, jeder Seglerin und jeder Segler etwas durch das Mitmachen für sich lernen soll. Und auch die Idee, im Sommer vor Strande an einer Jollen-Regatta teilzunehmen, rief später in unserem eigenen virtuellen Vereinsheim leuchtende Augen hervor. Nicht zuletzt stellten wir fest, dass die Kieler Marine-Jugend nicht der einzige Kieler Verein ist, der im Spätsommer ein kleines Segellager an der Schlei veranstaltet. Da ist in der Zusammenarbeit wirklich noch Luft nach oben. Diesen guten Draht der Vereine untereinander möchten wir auf jeden Fall halten.

Online-Treffen der Nachbarvereine

Den Draht zu den direkten Nachbarvereinen an der Kiellinie gibt es zwar schon, aber auch der möchte gepflegt sein. Und so hatte die Marine-Jugend Kieler Förde ebenfalls online eingeladen. Erstmals dabei – neben der Rudergesellschaft Germania Kiel, dem Kieler Kanu Klub, der Marinekameradschaft Kiel und der Kanu-Vereinigung Kiel – das Camp 24/7. Natürlich ging es in dieser Runde, in der sich die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer lange kennen, auch um Termin-Abstimmungen und sogenannte „Hausmeister-Punkte“ wie Winterstreudienst und die gefahrlose Zufahrt zu den Vereinsgeländen. Aber wie überall ist es wichtig, sich in regelmäßigen Abständen persönlich zu sprechen und, wenn auch nur am Rechner, direkt in die Augen zu schauen.

Wer in der Gruppenstunde ein bisschen Abwechslung suchte, konnte den Erwachsenen in der Bootshalle bei den Arbeiten an den Jollen zuschauen – Stephan hatte seinen Laptop dorthin mitgebracht. In der Nachmittagsschicht war er mit Jörn zum Lackieren verschiedener Teile gekommen. Screenshot: Klaas

In der kommenden Saison werden wir jedenfalls häufiger auch Kurse von Camp 24/7 am Steg von „Germania“ und uns sehen. Das Camp braucht dringend ein bisschen mehr Platz, vor allem angesichts der ausgeweiteten Badezonen im eigenen Bereich.

Jugendversammlung und Jahreshauptversammlungen online

Am kommenden Sonnabend werden wir uns übrigens zur ersten Jahreshauptversammlung seit 2019 zusammenfinden – natürlich ebenfalls in einem virtuellen Raum, den Stephan für alle Mitglieder vorbereitet hat. Die Einladungen und Berichte sind schon seit langem verschickt. Das Programm wird recht umfangreich sein; zudem müssen auch die Jugendversammlung und die Versammlung des Stützpunkts des Marine-Regattavereins (MRV) an diesem Nachmittag bewältigt werden. Die Online-Variante unserer Versammlung hat übrigens einen weiteren Vorteil: Obwohl (wieder einmal) eine Demonstration an der Kiellinie für diesen Tag gleich in Hörweite angemeldet ist, werden wir dennoch ungestört miteinander in „Zimmerlautstärke“ sprechen können.
Klaas

Zwischendurch schauten Jörn und Stephan von der Bootshalle aus nach dem Rechten (2. Bild von links). Und auch Schriftwart Dieter (Mitte) loggte sich in die Gruppenstunde ein, um zu verfolgen, was die Jugendlichen da eigentlich so alles „anstellen“ – und zeigte sich beeindruckt. Screenshot: har

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